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Ecuador Reisebericht

Judith Howald berichtet von ihren Erlebnissen auf dem Urwald-Trekking und der Aramacao-Lodge, die sie im Herbst 2004 erlebt hat.

Broschüre 11

 

 

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REISEBERICHT

     
 

 

Fahrt vom Flugplatz zu unserem Fluss, Start zum Fluss-Trekking

 

Urwaldtrekking live: Bei Untiefen heisst es schieben
Alle Fotos: Judith Howald

 

 


 

Der Urwald war einzigartig
Eigentlich war ich ja auch schon im Regenwald. Nicht in Ecuador zwar, aber so verschieden wird es ja kaum sein. Regenwald ist wohl Regenwald, egal wo auf der Erde man sich befindet. Auf der andern Seite: Ein Trekking im Urwald? Vielleicht habe ich da beim Buchen zu viel gewagt. Schlangen, Krokodilen und anderen unbekannten Gefahren müsste ich ja nicht unbedingt begegnen ...
Doch: So wild kann es ja gar nicht sein. Wahrscheinlich bewegen wir uns auf ausgetrampelten und sicheren Touristenpfaden. – Zum Glück habe ich mich getäuscht. Es war für mich der grossartigste Teil der ganzen Reise und das will etwas heissen bei weiteren Höhepunkten wie Otavalo, Yanahurco und Galápagos!

Wir haben den Urwald hautnah erlebt
Der Urwald war absolut einzigartig: Wir haben ihn so hautnah erlebt! Wunderbare farbige Schmetterlinge in allen Grössen, prächtige Vögel (unter anderem Eisvögel, die ca. 30 cm lang waren), aber auch Affen, Frösche (die meisten für unsere Augen kaum auffindbar, aber auch der rote Pfeilgiftfrosch!), Schildkröten, rosarote Flussdelfine und verschiedenste Insekten. Zwei von unserer Gruppe haben sogar einen Ozeloten gesehen. Wir haben von einem Einbaum aus Piranhas gefischt und wir haben in einem Fluss gebadet und uns gewaschen, wo abends die kleinen Kaimane ans Land kamen ...
Aber auch die Pflanzenvielfalt ist enorm beeindruckend gewesen. Ich wäre wirklich gerne noch länger da geblieben.

 


 

… mit seiner grossen Liebe zur Natur kann er uns total begeistern
Gespannt und mit einem leichten KriBbeln im Bauch treten wir unser Urwald-Abenteuer an. Juan ist ein grossartigerGuide: Mit seiner Ruhe und seiner grossen Erfahrung kann er uns vor allen Gefahren beruhigen und mit seiner grossen Liebe zur Natur kann er uns total begeistern. Wir lassen uns im Boot lautlos den Fluss hinab treiben und geniessen die Ruhe. Wir beobachten die Vögel. – Ich hätte nie gedacht, dassmir das so gefallen würde! Wer hier nicht zum Vogel-Fan wird ... Da sind zum Beispiel die Papageien, die immer zumindest paarweise und «plappernd» über unsere Köpfe hinwegfliegen, oder die blaugelben oder rotgrünen Aras: ein unbeschreiblich schönes Bild von Paradies, Glückseeligkeit und Leichtigkeit, ein Symbol für die grosse Freiheit. Daneben faszinieren mich aber auch grosse farbige Eisvögel, Webervögel, verschiedene Arten von Kolibris, Tukane und Geier.

 

Zum Bild links:
Fun im Urwald: eine Liane hochklettern

 

 

Trekking durch den Primärurwald

 

Spannende, ursprüngliche Pfade
Der heutige Spaziergang im Urwald ist ganz anders als der gestrige: sehr wild und dicht. Immer wieder klettern wir über umgefallene Baumstämme (oder balancieren über solche hinweg) und unser Guide muss mit der Machete immer wieder den Weg passierbar machen. Nichts also von «ausgetrampelten Touristenpfaden». Sondern spannend und «ursprünglich».
Das Essen war sehr gut: So viele verschiedene Früchte und Fruchtsäfte.
Es ist so friedlich (und im Bett unter dem Moskitonetz beruhigend), am Abend den verschiedenen Urwaldgeräuschen zu lauschen. Hier haben wir Zeit und finden Ruhe.
Wie immer sind die Tukane zuoberst
Wenn der Morgen erwacht: Wie immer sind die Tukane zuoberst auf den Bäumen anzutreffen und mit ihren markanten Schnäbeln sind sie auch gut erkennbar. Weiter weg sehen wir zwei grosse Affen, die wie wir den Sonnenaufgang auf einer Baumkrone geniessen. Unser einheimischer Guide lockt die Vögel an, indem er ihre Stimmen imitiert und siehe da: es klappt, er kriegt Antwort.

Zum Bild links:
Mittagessen bei einem Indianer zu Hause. Unser Koch benützt die Kochstelle der Familie.

   

Mit Intertreck
Ich bin froh, dass ich die Reise bei Intertreck gebucht habe. Mit meinen eigenen Augen kann ich sehen, dass Intertreck wirklich einen sozial und ökologisch vertretbaren Tourismus anbietet: Sie unterstützen verschiedene Projekte und versuchen, möglichst vielen Menschen im Urwald ein anständiges Einkommen zu ermöglichen.

   
 
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