
Vierzehn Tage Nordvietnam - Reisebericht
Reisebericht von Sabrina Bruggmann, Reiseorganisatorin bei Intertreck und Water Ways
Ende April 2026 stiegen mein Freund Manuel und ich mit ganz viel Vorfreude ins Flugzeug ein, um endlich wieder einmal nach Vietnam zu reisen.
Boutique Hotels in Hanoi, hippe Cafés, frische Frühlingsrollen
Ankunft in Hanoi und sofort waren wir wieder mitten drin im kompletten aber irgendwie charmanten Chaos… Um uns herum eine Flut an hupenden Rollern und Autos, Einheimische, Touristen, Hunde, Hühner, Katzen und ab und zu flatterte sogar ein leuchtender Schmetterling vorbei.
Unser hübsches, kleines Hotel befindet sich mitten im Zentrum. Die typischen, schmalen, in die Höhe gebauten Häuser der Vietnamesen stehen zwischen den Boutiquehotels und faszinieren uns, da jedes wieder ganz anders, ganz individuell aussieht. Eine riesige Bandbreite an Restaurants und hippen Cafés wechseln sich ab mit kleinen Märkten und Strassenständen mit der berühmten, vietnamesischen Nudelsuppe, frischen Fruchtsäften und den leckeren Baguettes…

Eintauchen in das Stadtleben von Hanoi in Vietnam
Ninh Binh, die «trockene Halong-Bucht»
Unsere Reise führte uns raus aus der Grossstadt und weiter zur «trockenen Halong-Bucht». Die Fahrt in die Gegend von Ninh Binh dauert, je nach Verkehr, etwa zwei bis drei Stunden. Hier stehen die Karstfelsen nicht im Meer wie in der berühmten Halong-Bucht, sondern mitten in den Reisfeldern, die von Flüssen durchzogen werden. Ausgerüstet mit unserer Kamera und einem Feldstecher, machten wir uns zu Fuss auf Erkundungstour. Ich liebe die Landschaft hier: die mächtigen, steilen Felsen, die satten, grünen Reisfelder und die vielen bunten Schmetterlinge, die um unsere Köpfe schwirren. Sogar einen Eisvogel auf der Jagd konnten wir beobachten! Vom Mua Cave Viewpoint aus (Drachenberg) bestaunten wir das Tam Coc-Tal, die leuchtenden Reisfelder, die markanten Berge und die winzigen Touristenboote auf dem Fluss. Die Bootsfahrt durch die Wetlands des Van Long-Naturreservates war unser Highlight! Wer Vögel und Flusslandschaften liebt, ist hier am richtigen Ort. Beobachtet von unzähligen Störchen und Delacour-Languren (ein ganz seltener Affe aus der Gattung der Haubenlanguren) gleiten wir durch die wunderbare Flusslandschaft. So ein schöner Ort – hier möchte man bleiben! Als wir zurück zu unserem Hotel spazierten, hatte die Dunkelheit die Landschaft verschlungen. Begleitet wurden wir von Glühwürmchen – wie in einem kitschigen Traum.

Ninh Binh per Boot entdecken
In die Berge – nach Phu Luong und nach Mai Chau
Da wir leider nicht länger bleiben konnten und natürlich noch weitere Höhepunkte auf unserem Reiseplan standen, fuhren wir weiter in die Berge – nach Pu Luong.
Hohe Berge, Dschungellandschaften und leuchtend grüne Reisterrassen begrüssten uns hier. Auf unseren Spaziergängen mit der Kamera kommen wir nicht vom Fleck – ein gutes Zeichen! Gerade sitze ich auf der Terrasse unseres Bungalows und blicke über die Berge und die Reisterrassen – ein Hahn kräht so laut, dass ich fast vom Stuhl falle, ein Schmetterling fliegt vorbei, ein Vogel zwitschert und es fahren, sonst wäre es ja fast zu idyllisch, zwei hupende Motorräder vorbei.
Wir freuen uns auf morgen – auf Mai Chau, die kleinen Dörfer dort, die Reisfelder, die Berge …

Wir entdecken Mai Chau.
Fortsetzung:
… Und schon bin ich wieder zu Hause und schaue auf eine wunderschöne Reise zurück. Ich möchte aber noch fertig berichten.
Mai Chau und die Umgebung hat uns unglaublich gut gefallen. Das Dorf Mai Chau ist toll, mit vielen Restaurants, Cafés, hübschen Resorts und Homestays. Wir übernachteten nicht in Mai Chau selbst, sondern etwa zwanzig Minuten davon entfernt, was für uns die richtige Entscheidung war. Unser Resort liegt in einem winzigen Dorf. Fast alle Leckereien, die auf den Teller kommen, wachsen im malerischen Garten. Von hier aus wanderten wir durch blühende Reisfelder, umgeben von Hügeln und markanten Bergzügen. Wie eine Zeitreise fühlten sich unsere Spaziergänge an. Die authentischen Dörfer entführten uns in eine andere Welt und gaben uns einen Einblick in den einfachen Alltag der Einheimischen. Von den Kindern und den Feldarbeitern wurden wir herzlich begrüsst und wir hatten das Gefühl, hier willkommen zu sein. Der Hund des Hotelbesitzers, wir haben sie Mathilda getauft, hat uns mit viel Begeisterung auf unserer Entdeckungstour begleitet.
Anschliessend haben wir in Hanoi nochmals zwei Tage das leckere Essen, die frischen Früchte und den vietnamesischen Kaffee genossen, bevor es leider auch schon wieder nach Hause ging.
Immer wenn ich traurig bin, dass eine Reise endet, kommt Manuel mit seiner Lieblings-Weisheit: Weine nicht, weil es vorbei ist sondern lächle, weil es so schön war 😊 .

Voller Gegensätze. Vom Stillen Wasser in Mai Chau geht’s wieder zurück nach Hanoi.
Vietnam-Reisen mit Water Ways
Eine ähnliche Vietnam-Individualreise kann Ihnen Sabrina Bruggmann jederzeit zusammenstellen, mit weiteren Highlights wie ein spannender Tempelbesuch, Ha Long-Bucht Kreuzfahrt oder Mekong-Delta-Durchquerung.
Pu Luong besuchen wir auch auf der Vietnam-Abenteuerreise in kleiner Gruppe.
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