
Reisebericht Vietnam und Kambodscha
Reisebericht von Monika Mettler, Sonderreise Vietnam und Kambodscha Februar 2026
Eintauchen in eine andere, fremde Welt bringt uns immer wieder zum Staunen. Die Reise nach Vietnam und Kambodscha hat dies wieder einmal ganz deutlich gezeigt.
In der quirligen, lebendigen und auch lauten Stadt Ho Chi Minh City/Saigon erlebten wir eine Stadtführung, die uns nebst einigen eindrücklichen Sehenswürdigkeiten auch Einblick ins Alltagsleben meist abseits der Touristenpfade bot. So streiften wir etwa durch enge Gassen eines Stadtquartiers, in dem Privatsphäre nach Schweizer Vorstellungen wohl eher rar ist oder wir erlebten, wie Menschen am Kanal ihre Waren von Booten aus verkauften.

Am nächsten Tag reisten wir per Bus und Boot ins Bungalow Resort, eine Oase der Ruhe direkt am Mekong in einem idyllischen tropischen Garten.
Von dort erkundeten wir dann in den Folgetagen mit dem neuen Boot von Water Ways die Umgebung, fuhren in die hübsche Stadt Sa Dec, wo wir sogar beim Frisör landeten und uns im wahrsten Sinne des Wortes die Köpfe waschen liessen, am Strassenrand Kaffee tranken und auf dem Markt dem bunten Treiben zusehen konnten.
Auf einem Spaziergang durch ein Dorf am Ufer des Mekong wurden wir spontan zu einem Têt-Fest eingeladen und erhielten Bier und Mekong Shrimps und konnten die Gastfreundschaft der Bevölkerung hautnah erleben.

Flussaufwärts auf verschiedenen Armen des Mekongdeltas konnten wir weitere faszinierende Einblicke ins Leben in, am und auf dem Fluss beobachten. Wir sahen zahlreiche Fisch- und Shrimpsfarmen, konnten beim Beladen eines Fischtransportbootes zusehen oder lernten, wie Reisnudeln produziert werden. Unterwegs hielten wir immer wieder an und stiegen über sogenannte Monkey Bridges aus um lokale Produktionsfirmen, z.B. eine Reisfabrik zu besichtigen. Dass die Menschen alles verwerten, was der Mekong ihnen als Lebensgrundlage bietet, konnten wir auch beim Besuch einer Ziegelbrennerei beobachten. Der Lehm aus dem Fluss wird mit dem Verbrennen von Reisschalen zu Ziegeln gebrannt.
Stundenlang gondelten wir aber auch gemächlich auf dem Wasser und konnten von dort aus das Leben am Wasser und die faszinierenden Landschaften beobachten, immer wieder von den fantastischen Kochkünsten unseres lokalen Reiseleiters Phuc verwöhnt.

Am Grenzübergang zu Kambodscha hiess es dann Abschied nehmen. Auf der anderen Seite der Grenze erwartete uns jedoch bereits unser neuer Guide Panha und wir konnten schon auf der Busfahrt nach Phnom Penh von seinem fundierten Wissen über die jüngste Geschichte Kambodschas und seinen persönlichen Erfahrungen damit viel lernen.
Phnom Penh erwies sich dann nicht zu Unrecht als einstige Perle Asiens. Wir feierten im 10. Stock eines Hotels den Geburtstag einer Reiseteilnehmerin, dinierten am Fluss, wo eine Apsara Tänzerin unsere Blicke fesselte, besichtigen den Königspalast und liessen uns im Nationalmuseum von den unzähligen Kunstwerken und Exponaten aus allen Epochen der kambodschanischen Kultur begeistern. Die Figur von Madame Penh, der Namensgeberin der Stadt, hat es uns in Wat Phnom in der Nähe der Silberpagode besonders angetan. Wir konnten dort aber auch den stillen Gebeten und Opfergaben der Menschen beiwohnen.

Nach einem kurzen Flug nach Siem Reap erreichten wir dann die letzte Etappe dieser so vielfältigen, reichhaltigen und abwechslungsreichen Reise. Natürlich besucht man Siem Reap in erster Linie wegen der weltbekannten Angkor Anlage. Und so hatten wir denn auch an mehreren Tagen Gelegenheit, mit dem Tuk Tuk aus der Stadt zu fahren und zu verschiedenen Tageszeiten, bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen in die beeindruckende und berührende Welt der Tempelanlagen und deren Magie einzutauchen. Aber wir erlebten auch das Stadtleben und sein buntes Treiben um den Markt. Ein Ausflug auf den Tonle Sap, den grössten See Südostasiens, und die Floating Villages entführte uns dann nochmals in die Welt der Reisfelder, das Leben auf dem Wasser und die Ruhe eines Vogelreservats.
Es war eine Reise der Superlative für alle Sinne. Dass dabei die zufällig zusammengewürfelte Gruppe so großartig harmonierte und wir so viele interessante Gespräche führen konnten und auch viel lachten, hat die einzigartigen Erlebnisse noch zusätzlich verstärkt.
Ein grosser, herzlicher Dank geht an die beiden lokalen Reiseleiter Phuc in Vietnam und Panha in Kambodscha und an Andrea Fuchs und Martin Hug, die diese Reise erst ermöglicht hatten.
Monika Mettler

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