Ecuador Reise – Aramacao Amazonas Urwald-Lodge mit Exkursionen

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25. Juni 2024

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7 Tage
Max People : 16

“Unsere” Lodge am Cuyabeno-Naturreservat

Das Gelände “unserer” Aramacao-Lodge befindet sich teils im Cuyabeno-Naturreservat und teils direkt angrenzend an das Reservat. Es ist der Ausgangspunkt zu zahlreichen Exkursionen, sei es per Motorboot, zu Fuss auf Urwald-Trails oder mit dem Kanu.

Besonders interessant für die Besucher ist der Kontakt mit den Secoays, deren Lebensgebiet in unserer direkten Nachbarschaft ist.

Die Zusammenarbeit mit den Secoya-Indianern

Unsere Indianer-Nachbarn betreuten den Aufbau der Lodge und das Anlegen der Trails. Heute arbeiten sie beim Unterhalt und bei der Landschaftspflege mit. Vor allem beteiligen sie sich an den Urwald-Füh­run­gen. Ein Ethnobotaniker kennt die Heilpflanzen sehr genau. Je nach Programm führt er unsere Gäste auf einer oder mehreren Exkursionen in die Apo­theke der Secoyas ein. Unser nächster Nach­bar, ein Se­coya-Indianer, führt unsere Gäste durch sein Territorium. Wer möchte, kann mit ihm auf eine Nacht­exkursion.

Schamane im Urwald Ecuadors

Sie besuchen einen Medizinmann (Schamane).

Traditionelle Gesichtsbemalung der Secoya-Indianer

Traditionelle Gesichtsbemalung der Secoya-Indianer.

Ein weiterer In­dianer führt jene Be­sucher, die ein Trekking er­leben möchten, auf einem kleinen Pfad durch den Ur­­wald zu einem Fluss südlich unserer Lodge. Oft besuchen Sie auch eine Indianer-Familie und lernen mehr über ihre Lebensweise. Ein Secoya wird Ihnen zeigen, wie die Indianer Farbe aus Früchten gewinnen, um ihr Gesicht zu bemalen.

Wir raten jenen Gä­s­ten, die Tiere sehen möchten, allein oder zu zweit mit einem Indianer eine Urwald-Ex­kursion zu un­ter­nehmen, weil man fast allein viel leiser ist als in einer Gruppe. Auch wenn Sie in einer Gruppe reisen, können Sie ohne Aufpreis eine individuelle Tour mit einem Indianer buchen.

Restaurant der Aramacao Amazonas Urwald-Lodge, Ecuador
Urwald-Trail im Amazonas

Interessante Exkursionen. Zum Beispiel zuerst mit dem Boot über den Fluss, dann zu Fuss auf den Urwald-Trail.

Impressionen aus der Anfangszeit der
Aramacao Amazonas Urwald-Lodge

Martin Hug erzählt von den Anfängen der Lodge.

Der Anfang war der Traum vom Urwald und der Bekanntschaft mit Indianern. Vom Erforschen der Heilpflanzen und von Abenteuern. Von Kanufahrten und Entdeckungen. 1998 machte ich mich auf eine Reise, um im Amazonas Ecuadors den richtigen Platz zu finden. Es gibt Urwälder, in denen es monatelang trocken und heiss ist, es gibt Nebelwälder an den Anden-Ostabhängen, in denen es wochen­lang nur Nebel und Regen gibt, beides war für unseren Traum nicht das Richtige.

Die äquatornahen Dschungel sind am angenehmsten.

Vom Klima her ist es am angenehmsten in der Nähe des Äquators, im Amazonas Ecuadors, auf etwa 200 m. Hier gibt es zwar regelmässig starke tropische Regenschauer, aber diese gehen vorüber. Dann folgen wieder ein paar Stunden Sonnenschein. Es ist der ununterbrochene Wechsel von Schauern und Sonnenschein, der die erstaunliche Artenvielfalt des Amazonas hervorbringt.

Vom Traum zur interessanten Aufgabe

Nach einer mehrwöchigen Rekognoszierungsreise fand ich ein mehrere Quadratkilometer grosses Stück Primärurwald an einem traum­haften Urwaldfluss. Es liegt direkt zwi­schen einem Indianer-Reservat und einem Na­tio­nal­park. Dieser ist wiederum Teil des grössten Urwaldes der Erde.
Bis auf fünf Prozent der Fläche war alles Primärurwald, bestehend aus Flüssen, Sümpfen, Lichtungen und dichtem Wald. Aber es gab am Fluss auch zwei kleine Bereiche, auf denen vor 30 Jahren Kaffee und Kakao angepflanzt wurde. Ein weiteres Landstück war vor Jahren als Weide genutzt worden. Es ging darum, auch diese Landstücke wieder dem Primärurwald zurückzugeben.

Wie wächst der Primärurwald nach?

Wir mach­ten mehrere Experimente mit Wieder­auf­for­stung, reforestation, wie es in Ecuador ge­nannt wird. Der Bericht ist nicht wissenschaftlich, be­ruht jedoch auf praktischen und echten Er­fah­run­gen. Wir freuen uns ausser­or­dent­lich, wenn Wissenschaftler und in­te­res­sierte Laien ihre Erfahrungen mit uns teilen.
Ziel war es, jene zwei kleineren Land-stücke, die vor Jahren für Kakaoanbau und Weiden ge­braucht wurden, wieder in Primärurwald um­zuwandeln. Ein Fachmann des Ministerio del Medio Ambiente (Umwelt­ministerium) gab uns einige Ratschläge. Wir experi­men­tier­ten da und dort, aber erfolglos. Das Pro­blem war auch nicht dringend, da die wei­tere Umgebung ohnehin aus Primärurwald bestand.

Ceibo mit vielen Lianen

Ein Ceibo mit vielen Lianen.

Junger Ceibo mit Stacheln

Ein junger Ceibo, 3 Jahre alt. Als Schutz vor gefrässigen Tieren gibt es viele Stacheln am Stamm. Die Stacheln wird er später verlieren.

Dann machten wir erstaunliche Erfahrungen – die Natur löste das Problem selbst.

Unser Fluss, der nur zirka 80 m breit war, verbreiterte sich jedes Jahr. Inz­wi­schen ist er 210 m breit. Dies, weil es weiter oben am Ostabhang der Anden (aber nicht bei uns in der Aramacao-Lodge unten) mehr regnet. Der Fluss bringt gewaltige Mengen an Wasser – er musste einfach breiter werden. Zudem besteht der Boden des Urwaldes aus unterschiedlichen Schichten, wie ein Sandwich. Eine Schicht ist lehmig, diese setzt dem Wasser relativ viel Widerstand entgegen. Die nächste Schicht ist sandig, sie erodiert sofort. Aber nach einigen Jahren verschwand bei uns auch die lehmhaltige Schicht, die nur noch wenige Meter dick war, und der Fluss spülte die dahinter liegende Sandschicht schnell weg und damit auch den grössten Teil der früheren Weide.
In einigen Jahren wird der Fluss vielleicht wieder eine neue lehmige oder sandige Schicht bringen, einen Hügel, eine Sandbank oder eine Insel. Stabil ist nichts.
Der Rest der früheren Weide war innert drei Jahren von Cecropias (Moraceae) überwachsen. Cecropias umfassen schnell wachsende Weichholz-Bäume, wie zum Beispiel Balsa-Bäume, die riesige Blätter haben. Die Blätter fallen hinunter und ersticken das Gras und die alten Kaffee- und Kakaobäume. Hier half die Natur viel schneller als erwartet. Ein Gang durch den Cecropia-Wald mit unserem Führer Juan und einem Indianer zeigte Interessantes. Zwischen den Cecropias wuch­sen bereits wieder edle Primarios, zwar noch klein, manche aber doch schon 6 m hoch. Das Land hatte über Jahrzehnte Samen gespeichert und die Vögel hatten mit ihrer Art Düngung das ihre beigetragen. Der alte Reichtum des Urwaldes startete von Neuem. Auf unserem Rundgang ent­deckten wir Ceibos, Igeron, Morete, Capirona, Bambus und viele weitere Bäume und Palmen. Nun war es Zeit, die Cecropias auszulichten, so dass die Primarios schneller wachsen konnten.

Wussten Sie, dass zum Aufforsten Wind gehört?

Besonders interessant war für mich auch die Er­klärung des Indianers, dass die nachwachsenden Bäu­me ventilation (= Wind) benötigen. Pri­­ma­­rios gedeihen unter Umständen nicht, selbst wenn sie genügend Licht haben, bis man eine Schneise aus dem Wald so schneidet, dass Wind durch die Blätter der Primarios weht.
So starteten wir vor ein paar Jahren ein Experiment zusammen mit einem Secoya-Indianer. Er schlug vier Meter breite Schneisen in den neuen Wald mit bereits nachwachsenden Primarios und liess dem Wind Raum. Igeron, Morete, Chonta, Cedro, Lauarel, Pambill, Ceibos und Soho begannen sich zu entfalten. Dank der Schneisen zwischen den hohen Bäumen ist es auch möglich, den Sonnenschein zu regulieren. Am Anfang ist die Schneise nur drei Meter breit, die Jungbäume sollten am Anfang nur wenig Sonnenschein erhalten. Später, wenn Sie grösser werden, wird man die Schneisen verbreitern, weil die Jungbäume mehr Sonne vertragen und auch mehr Wind benötigen. Und nach drei bis fünf Jahren wachsen sie ohnehin über den Sekundärwald hinaus.

Der Secoya-Indianer, der in den Schneisen an­gepflanzt hatte, war erfolgreich. Die zarten Pflänz­chen waren binnen weniger Jahre gewaltig gewachsen, einige waren sechs Meter hoch, andere hatten sich zu 25 Meter hohen, dicken Urwaldbäumen entwickelt.

Pilzreichtum im Amazonas.

Naranjillas im Amazonas

Naranjillas, ein Busch, dessen Früchte Affen und Vier­­beiner auf dem Boden, aber auch auch Vögel, wie Papageien, anziehen. Unser Ziel ist es, möglichst viele Tiere anzu­loc­ken.

Die Heilpflanzen des Amazonas

Die Secoya-Indianer wenden die Heil­­pflan­zen des Urwaldes auch heute noch an.

Alle paar Jahre entdeckt unsere Wissenschaft wieder eine neue Heilpflanze im Amazonas, wobei die Ent­dec­kungen im Grunde genommen gar nicht so neu sind, denn die Indianer wenden diese Mit­­tel schon seit Menschengedenken an. Zu die­sen Pflanzen gehören insbesondere zwei, die bereits ihren Siegeszug durch die «alte» Welt begonnen haben und, die die Gäste der Ara­­ma­cao-Lodge im Amazonas in Ecua­dor in der freien Natur selbst entdecken können. Uña de Gato, Katzenkralle (Uncaria tomentosa) – eine Liane und Sangre de Drago, Drachenblut (Croton lechleri). An einem Nachmittag machte ich mich mit unserem indianischen Führer auf, um die legendäre Liane Uña de Gato zu finden. Sie wächst in der Umgebung von Flüssen und auf sehr feuchtem Boden oder auf Böden, die zeitweise von Wasser bedeckt sind. Nachdem wir den Urwald nur eine halbe Stunde durchstreift hatten, fanden wir etwa 20 Meter von einem kleinen Fluss entfernt die erste grosse Liane. Uña de Gato ist eine kräftige Liane von 3 bis 9 cm Durchmesser und vielen Metern Länge. Wenn man die Rinde abschneidet, findet man innen ein rotes Holz. Verwendet wird jedoch die Rinde. Zirka 30 g der Rinde werden in einem Liter Wasser aufgekocht. Der Sud wird benützt zur Stärkung der Immunabwehr, bei Arthritis, bei Problemen der Atmungsorgane oder gar bei Geschwüren. Diese Wunderliane ist so berühmt geworden, dass man sie in Peru oft gar nicht mehr findet, aber am Oberlauf des Amazonas in Ecuador findet man sie.

Ein Secoya bei der Gewinnung des Heilmittels Sangre de Drago

Ein Secoya bei der Gewinnung des Heilmittels Sangre de Drago.

Die Wunder der Natur und des Regenwaldes bestaunen

Die Wunder der Natur und des Regenwaldes bestaunen.

Amazonas Urwald mit Aufenthalt in der Aramacao-Lodge

Die Lodge liegt direkt an einem Urwaldfluss. Sie ist Basis für leichtere Exkursionen und grenzt unmittelbar an ein riesig grosses Urwaldschutz-gebiet und an einen Nationalpark.

Wir erreichen die Lodge per Fahrzeug und mit einer mehrstündigen Flussfahrt. Vor der Lodge liegt der rund 210 m breite Fluss, auf drei Seiten sind wir von Primärurwald umgeben. In den Wipfeln wohnen Affen und Papageien. Weiter oben am Fluss leben colonos (Bauern), flussabwärts wohnen die Secoya-Indianer.

Hier erleben wir Urwaldstimmung pur – kombiniert mit dem Komfort und der Sicherheit der Lodge. Die Köchin wird uns vorzügliche Mahlzeiten zubereiten.

Gemütliche Bungalows mit Terrasse
  • Jeder Bungalow hat ein einziges Zimmer und eine grosse Terrasse mit
    Hängematten. Die Zimmer sind einfach, jedes Haus verfügt über eine eigene
    Dusche und Toilette.
  • Eines der Bungalows hat zwei Einzelzimmer. Jedes Zimmer mit privater Dusche und Toilette.
  • Betten selbstverständlich mit Moskito­netz und ­frischer Wäsche.
  • In den Bungalows hat es Kerzenlicht, keine Elektrizität – eine Lade­mög­lichkeit für Digital-Kame­ras ist im Restaurant vorhanden.
Eines der Bungalows unserer Urwald-Lodge

Eines der Bungalows unserer Urwald-Lodge.

Restaurant mit Aussicht auf den Fluss

Bereits am frühen Morgen die wunderschöne Aussicht vom Restaurant auf den Fluss geniessen.

Karte